Häufige Fragen
Vermögen
Bewegung. Ein Wachstumsteil schwankt, und er soll es auch — ohne Schwankung gäbe es keinen Ertrag, der mehr leistet als ein Inflationsausgleich. Was die Schwankung erträglich macht, ist die Zeit: Je länger der Zeitraum, desto weniger wiegt ein einzelnes schlechtes Jahr. Die Zeit arbeitet dabei an einer zweiten Stelle mit. Am Anfang trägt fast ausschließlich Ihr Beitrag den Bestand. Irgendwann kommt der Punkt, an dem der Ertrag auf das bereits vorhandene Vermögen mehr bewegt als die nächste Einzahlung — von da an ist der Beitrag nicht mehr der wichtigste Bestandteil. Wann dieser Punkt erreicht ist, hängt von Beitragshöhe, Zeitraum und Marktverlauf ab und lässt sich nicht vorhersagen. Dass es ihn gibt, ist der Grund, früh anzufangen.
Im Bankdepot werden Ausschüttungen, Vorabpauschale und jeder Fondswechsel laufend besteuert. Im Versicherungsmantel fällt laufend nichts an, besteuert wird erst bei Auszahlung. Welche Form günstiger ausfällt, hängt an Ihrem Steuersatz im Auszahlungsjahr — und daran, dass der Mantel selbst etwas kostet.
Die Auswahl der Fonds gehört bei einer fondsgebundenen Police zur Vermittlung des Vertrags — eine davon getrennte Anlageberatung für Depots, Einzelwerte oder freie Finanzanlagen biete ich nicht an. Innerhalb des Vertrags stehen zwei Wege offen: ein eigener Mix aus mehreren tausend Fonds und ETFs, oder ein Modellportfolio, hinter dem ein erklärter Investmentansatz steht. Welche Häuser dafür in Frage kommen, von großen Anbietern bis zu kleineren Fondsboutiquen, besprechen wir im Gespräch.
Über lange Zeiträume entscheidet weniger, wer in diesem Jahr vorn liegt, als wie widerstandsfähig die Aufteilung über viele Jahre ist — und wie viel Schwankung Sie aushalten, ohne im falschen Moment zu verkaufen. Die nüchternen Fragen an einen Tarif sind deshalb: Was kostet ein Fondswechsel, und wie viele sind im Jahr frei? Wie läuft eine Teilentnahme ab, und wie lange dauert die Bearbeitung? Welche laufenden Kosten fallen an, im Mantel und im Fonds? Sind institutionelle Anteilsklassen zugänglich, die günstiger sind als die für Privatanleger?
Förderung ist ein Vorschuss: entlastete Einzahlung, besteuerte Auszahlung, gebundenes Kapital. Für Haushalte mit mehreren Kindern und geringem Einkommen und für Selbstständige mit hohem Steuersatz lohnt sie sich.
Über Teilentnahme. Sie bestimmen, aus welchem Fonds der Betrag stammt, und lassen den Rest unberührt laufen. Es ist ein Antrag mit Bearbeitungszeit, kein Sofortzugriff — was Sie kurzfristig brauchen, gehört auf ein Konto außerhalb des Vertrags. Beiträge lassen sich aussetzen, senken, erhöhen. Was anfällt, ist eine steuerliche Folge, keine Sperre.
Der Vertrag wird nicht aufgelöst. Üblich sind drei Wege: Beiträge senken, für eine begrenzte Zeit aussetzen, oder den Vertrag beitragsfrei stellen. Im letzten Fall bleibt das vorhandene Guthaben investiert und läuft weiter, es kommt nur nichts mehr hinzu. Welche Wege ein Tarif vorsieht, steht in seinen Bedingungen.
Keine neuen Riester-Verträge mehr. An ihre Stelle treten geförderte Produkte mit wählbarer Garantie und ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie. Bestehende Verträge laufen unverändert weiter.
Ruhestand
Drei Aufgaben, die getrennt bleiben sollten. Das Geld für die nächsten Monate gehört auf ein Konto außerhalb des Vertrags — erreichbar, ohne Antrag, ohne Schwankung. Im Vertrag selbst stehen zwei Töpfe: ein Wachstumsteil in Aktienfonds und ein Pufferteil in Geldmarkt- und Rentenfonds, der mehrjährige Rückschläge überbrückt. Wer Geld braucht, entnimmt aus dem Puffer und lässt die Aktienfonds unberührt. Der Puffer ist also nicht Ihre Notreserve, sondern das, was verhindert, dass Sie im falschen Moment verkaufen. Er entkoppelt den Zeitpunkt Ihres Bedarfs vom Zustand der Märkte. Wie sich regelmäßige Teilentnahmen aus einem Vertrag steuerlich auswirken, prüft gegebenenfalls die Steuerberatung.
Solange das Kapital im Vertrag bleibt, löst Umschichten keine Steuer aus — unabhängig davon, wie oft es geschieht. Im Depot wäre dieselbe Verschiebung ein Verkauf, mit Versteuerung der realisierten Gewinne. Ob der Anbieter eine Gebühr für den Fondswechsel erhebt, steht in den Bedingungen des jeweiligen Tarifs.
Während der Laufzeit gar nicht. Bei lebenslanger Rente wird nur der Ertragsanteil besteuert — je später der Beginn, desto niedriger. Bei Kapitalauszahlung wird der Unterschiedsbetrag besteuert, vermindert um die Teilfreistellung.
Wenn drei Bedingungen zusammenkommen: zwölf Jahre Laufzeit, Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr, Mindesttodesfallschutz von 50 Prozent der Beitragssumme bei Verträgen mit laufender Beitragszahlung. Die dritte Bedingung wird beim Abschluss festgelegt und lässt sich nicht nachholen.
Vollmachten
Weil Handlungsunfähigkeit oft vor dem Tod eintritt und ein Testament erst danach wirkt. Ohne Vollmacht darf für Ihr Vermögen niemand handeln, bis das Gericht einen Betreuer bestellt hat.
Vorsorgevollmachten zu gestalten ist Rechtsdienstleistung, und die darf ich als Versicherungsmakler nicht erbringen. Dafür arbeite ich mit Juradirekt zusammen: Die Inhalte verantworten die kooperierenden Kanzleien, den Service erbringt Juradirekt. Laut Juradirekt umfasst das die Abwicklung online mit persönlichem Datenerfassungstermin und eine 24/7-Notfall-Hilfe.
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Wenn Sie diesen Weg gehen, erhalte ich von Juradirekt eine Tippgeberprovision.
Im Beratungsgespräch stelle ich auf Wunsch den Kontakt her. Alternativ erstellen Notar und Rechtsanwalt diese Dokumente.
Ich selber habe meine Dokumente dort hinterlegt und kann Ihnen einen ersten Eindruck auch vom digitalen Notfallportal geben.
Laut Juradirekt ungefähr 90 Minuten, online, mit persönlicher Begleitung. Die Vorbereitung ist unverbindlich.
Im Notfallordner. Laut Juradirekt sagt der Leitfaden für Angehörige, wo das Original liegt und wer informiert wird. Im Notfall zählt nicht, was geregelt ist — sondern was gefunden wird.
Schenken
Das 99/1-Modell überträgt 99 Prozent des Werts, 1 Prozent bleibt am Vertrag. Als Miteigentümer bilden Sie mit dem Beschenkten eine Gemeinschaft: Vertragsänderungen und Entnahmen brauchen beide. Alternativ Nießbrauch: Die Nutzung bleibt bei Ihnen, das Eigentum wechselt. Eine Abwägung gehört dazu: Kontrolle und Pflichtteil ziehen in entgegengesetzte Richtungen. Wer mehr in der Hand behält, schützt sich weniger vor Pflichtteilsergänzungsansprüchen. Das ist keine Schwäche der Mechanismen, sondern eine Abwägung — und sie gehört vor die Übergabe.
Der Hebel ist die Zeit. Die Freibeträge stehen alle zehn Jahre neu bereit. Wer früh und gestaffelt überträgt, nutzt denselben Freibetrag mehrfach — Schenkungsteuer nur oberhalb der Freibeträge. Der Preis ist der Zeitvorlauf, nicht die Steuer.
Zwei Wirkungen kommen dazu. Die erste ist rechnerisch: Was später an Wert hinzukommt, wächst bereits beim Beschenkten. Nur der Wert im Moment der Übertragung zählt gegen den Freibetrag, die spätere Wertsteigerung nicht mehr. Wer früh überträgt, überträgt deshalb nicht nur einen Betrag, sondern auch dessen weitere Entwicklung.
Die zweite ist menschlich: Wer ein Kapital über Jahre wachsen sieht, versteht es anders als jemand, der es mit fünfzig auf einen Schlag bekommt. Schwankungen, Geduld, der Unterschied zwischen Einzahlung und Ertrag — das lernt sich an einem eigenen Bestand, nicht an einer Erklärung. Die frühe Übergabe ist damit auch eine Übung, und die 99/1-Gestaltung sorgt dafür, dass sie kontrollierbar bleibt.
Früher, gestaffelt. Die Frist beginnt mit der Ausführung der Schenkung, nicht mit der Anzeige. Was heute vollzogen wird, steht in zehn Jahren neu bereit.
Erben
Das Gesetz. Der Ehegatte ist kein Blutsverwandter, erbt aber dennoch einen erheblichen Teil; Geschwister und Neffen kommen erst spät zum Zug. Ist Ihr Kind minderjährig, verwaltet der andere sorgeberechtigte Elternteil sein Erbe. Wer ein anderes Ergebnis will, muss es festlegen — sonst entscheidet die gesetzliche Reihenfolge, und die trifft selten genau das, was gemeint war.
Versicherungsnehmer, versicherte Person und Bezugsberechtigter sind drei verschiedene Fragen mit drei verschiedenen Folgen. Der Versicherungsnehmer zahlt die Beiträge und bleibt Herr des Vertrags. Die versicherte Person bestimmt, wann die Leistung fällig wird — ein Dritter lässt sich nur mit deren schriftlicher Einwilligung einsetzen. Der Bezugsberechtigte erhält die Leistung am Nachlass vorbei: kein Erbschein, Auszahlung in Wochen, keine Haftung für Nachlassschulden. Steuerpflichtig ist die Leistung trotzdem.
20.000 Euro Freibetrag, Steuerklasse III, mindestens 30 Prozent auf jeden Euro darüber. Bei 100.000 Euro Übergabe bleiben 24.000 Euro Steuer. Die Alternativen: Trauschein oder eine andere Kanalwahl — etwa die Überkreuzversorgung. Dabei schließt jeder Partner einen eigenen Vertrag über das Leben des anderen, ist darin selbst Versicherungsnehmer und Bezugsberechtigter und zahlt die Beiträge aus eigenem Geld. Dann fällt die Leistung nicht unter die Erbschaftsteuer. Die Bedingung ist ernst gemeint: Stammt das Geld für die Beiträge in Wahrheit vom anderen, kann die Konstruktion scheitern. Fachberatung vor jedem Schritt.
Ist Ihr Kind minderjährig, verwaltet der sorgeberechtigte andere Elternteil sein Erbe — auch Ihr Ex-Partner. Stirbt Ihr Kind, kann das Erbe die Blutlinie verlassen. Begrenzen lässt sich das im Testament und in der Vertragsgestaltung, etwa über Term-Fix-Klauseln, die über die Volljährigkeit hinausreichen. Was die Tarife zulassen, kläre ich mit den Gesellschaften; die rechtliche Seite gehört zum Anwalt.
Dann setzen Sie sich gegenseitig als Alleinerben ein, die Kinder erben erst nach dem zweiten Todesfall. Drei Dinge werden dabei oft übersehen. Die Kinder sind beim ersten Todesfall enterbt und können ihren Pflichtteil sofort verlangen — in bar, vom überlebenden Elternteil, der vielleicht nur ein Haus hat. Der steuerliche Freibetrag der Kinder nach dem zuerst Verstorbenen verfällt ungenutzt, und dasselbe Vermögen läuft zweimal durch die Erbschaftsteuer. Und der Überlebende ist an das Testament gebunden: Was gemeinsam verfügt wurde, lässt sich später nicht mehr ändern, auch nicht bei Wiederheirat oder Zerwürfnis. Ob das in Ihrem Fall wiegt, prüfen Anwalt oder Notar. Mein Beitrag ist die Liquidität: Eine Versicherungsleistung über ein Bezugsrecht ist in Wochen da, während der Erbschein Monate braucht — Geld, mit dem sich ein Pflichtteil zahlen lässt, ohne die Immobilie zu verkaufen. Die Kehrseite gehört dazu: Beim Pflichtteil wird bei Lebensversicherungen in der Regel der Rückkaufswert mitgerechnet.
Dann erbt Ihr Ehepartner ohne Testament nicht alles. Ein Viertel geht an Ihre Eltern, üblicherweise drei Viertel an den Partner. Und auch mit Testament bleibt etwas: Enterbte Eltern haben einen Pflichtteil, fällig in bar. Das überrascht kinderlose Paare regelmäßig. Sind die Eltern bereits verstorben, entspannt sich die Lage — Geschwister, Nichten und Neffen sind nicht pflichtteilsberechtigt. Die Gestaltung gehört zum Anwalt; für die Frage, woher im Ernstfall schnell Geld kommt, ist das Bezugsrecht der kürzeste Weg.
Ohne über den Tod hinausreichende Vollmacht oder notarielles Testament blockieren die Institute den freien Zugriff, bis die Erben legitimiert sind. Laufende Kosten zahlen sie meist trotzdem, gegen Rechnung im Original.
Die Steuerschuld entsteht mit dem Tod, fällig in der Regel einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids. Liegt das Vermögen in Steinen statt auf Konten, droht dann der Notverkauf. Für Wohnimmobilien kann das Finanzamt auf Antrag bis zu zehn Jahre stunden.
Ablauf
Das erste Gespräch kostet nichts. Eine Vergütung entsteht erst, wenn ein Vertrag zustande kommt, und ihre Höhe steht vorher schriftlich fest — als Pauschale oder nach Zeitaufwand. Kommt kein Vertrag zustande, zahlen Sie nichts.
Vier Schritte. Zuerst der Maklervertrag: damit ist geklärt, dass ich auf Ihrer Seite stehe und nicht im Auftrag einer Gesellschaft. Dann die Bedarfserhebung mit Geeignetheitsprüfung. Dann die Vergütungsvereinbarung, schriftlich, bevor irgendein Antrag gestellt wird. Erst danach der Antrag bei der Gesellschaft. Kein Schritt wird übersprungen, auch nicht auf Wunsch.
Ich darf Ihnen ein Versicherungsanlageprodukt nur empfehlen, wenn ich weiß, ob es zu Ihnen passt. Gefragt wird nach Kenntnissen und Erfahrungen, nach Ziel und Zeitraum, nach Ihren finanziellen Verhältnissen und danach, wie viel Schwankung Sie aushalten. Das Ergebnis wird schriftlich festgehalten, und Sie bekommen es. Wer keine Angaben macht, bekommt keine Empfehlung — das ist keine Förmlichkeit, sondern die Bedingung.
Weil sie so ohne Anfahrt auskommt und weil beide Seiten dieselben Unterlagen vor sich haben, während wir darüber sprechen. Den Zugangslink bekommen Sie mit der Terminbestätigung.
Weil bei ihnen die Kostenseite offen liegt. In einem Vertrag mit einkalkulierter Provision zahlen Sie die Vermittlung über Jahre mit, ohne dass sie als eigener Posten erscheint. In einem Nettotarif ist sie nicht enthalten; was ich bekomme, steht in einer eigenen Vereinbarung, die Sie unterschreiben. Ob das in Ihrem Fall günstiger ausfällt, hängt vom Einzelfall ab — es gibt Konstellationen, in denen der andere Weg besser trägt. Dann sage ich es vorher.
Die laufende Betreuung erstreckt sich auf die Verträge, die ich vermittelt habe. Bestehende Verträge aus anderer Quelle sind nicht automatisch dabei. Sie können einbezogen werden, aber nur ausdrücklich und in Textform — ohne das bleiben sie außen vor, auch was Fristen angeht.
Stand: September 2026. Allgemeine Information, keine Beratung im Einzelfall. Alle Zahlen sind vereinfachte Beispiele. Was in Ihrer Situation gilt, klären Rechtsanwalt und Steuerberater. Vollmachten und Testamente lassen Sie über Juradirekt von kooperierenden Kanzleien erstellen.
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Wenn Sie vorab Fragen haben, schreiben Sie mir: kontakt@migrewe.de